Blog Kunstdosis

20. September 2017 / Film

Twin Peaks neue Staffel (3)

Twin Peaks kennt fast jeder, der Anfang der 90er Jahre einen Fernseher in der Nähe hatte. Man erinnert sich an Laura Palmer, die verschwundene, mysteriöse junge Frau, an das Hotel, die skurrile Sheriff-Wache, an die Frau mit dem Holzbalken im Arm... vor allem an Cooper, den ewig Kaffee trinkenden FBI Agent. Die Serie (https://de.wikipedia.org/wiki/...) wurde immer seltsamer, bis zum Ende ohne wirklichen Schlussstrich. Die neue Staffel ist...na ja, noch seltsamer. Im Grunde gibt es gar keine richtige Handlung. Jede Folge könnte man sich sogar einzeln anschauen, mit neuen Themen, Personen und Orten. Die meisten Szenen dehnen sich wie Kaugummi und sind surrealistisch oder auch furchterregend - David Lynch auf top Form. Am Anfang kann es ein wenig irritieren, aber wenn man sich dem Abstrakten hingibt, die kleinen Details zu schätzen weiss, fliesst man richtig dahin im Fluss der knapp 50 Minuten pro Folge. Und es sind insgesamt 18 davon! Gut für: abends alles gehen lassen, im täglichen Leben ein Gespür für die unendlichen Möglichkeiten einer Situation zu entwickeln, zum Lachen, um zu sehen wie unterschiedlich Menschen und Gesichter altern.