Blog Kunstdosis

10. Juli 2018 / Installation

Mariele Neudecker - What if we all just stopped

In einem dunklen, kleinen Zimmer fällt ein friedlicher Lichtstrahl auf ein Aquarium. Es schwimmen keine Fische darin sondern ein Wald. Ein schwimmender Wald, der aber aus Harz geformt ist. Plötzlich wird man ruhig und versinkt in losgeslöste Gedanken, man schwebt mit dem Wald im Raum. Tritt man näher ans Glas sieht man mehr Einzelheiten, Äste, Wurzeln, vielleicht Moos. Mariele Neudecker (1965, Düsseldorf) formt schon lange diese Wasserbehälter, sie wird manchmal Klimawandel-Künstlerin genannt. Oft werden diese Werke mit den Bildern von Caspar David Friedrich verglichen, wegen der Melancholie und der Romantik. http://www.studiointernational..., http://glacierhub.org/2016/08/... , https://www.youtube.com/watch?... Gut für: melancholische Nachmittage, Seelenstreicheln, um nach hektischen Zeiten zur Ruhe zu kommen.

17. Juni 2018 / Installation

Julian Charrière - An Invitation to Disappear

Ein grosser dunkler Raum, Matratzen zum Hinlegen, ca. fünfzig Menschen. Du legst Dich hin. Auf dem Bildschirm bewegt sich die Kamera sehr langsam und sehr lange voran, durch Reihen und Reihen von grossen Palmen. Du fühlst Dich: als würdest Du in eine Kathedrale reingehen, abenteuerlich durch den Dschungel wandern, wie im Vietnam-Krieg Film, wie ein Panther auf der Pirsch, wie sich nachts ohne Licht im Haus herumtasten, wie in der Hauptszene in "Unheimliche Begegnung der dritten Art". Manchmal durcheinander. Irgendwann hört man ein Grollen in der Ferne, das immer näher kommt. Und Nebel. Dieses Wunder vom schweizer Künstler Julian Charrière kann man im Art Parcours an der Art Basel erleben (und bis Juli in Mainz, und bis September im Musée de Bagnes in Le Châble), noch dazu enthält das Werk eine Aussage über Natur. http://www.indonesienmagazin.d... Gut für: sich ausruhen im Art Basel Trubel, als Bettkino, über Natur nachzudenken.

27. April 2018 / Installation

Maxim Zhestkov

http://www.zhestkov.com/#/volu... Wir sind alle Teilchen vom Einen, wir tanzen alle zusammen oder gehen auseinander. Moskau-Künstler Maxim Zhestkov. Gut für: freitags für ein bisschen Ruhe im Kopf, als Meditation, um an Brombeersaison zu denken.

23. Juli 2017 / Installation

David Claerbout, The pure necessity (2016)

60 Minuten lang erwartet man dass Mowgli herein spaziert, wie im Original-Dschungelbuch Film von 1967. Aber die Video Installation "The pure necessity" (2016) von David Claerbout zeigt nur Tiere. Tiere bewegen sich in Ihrem Rhythmus, verlassen das Bild, der Wald bleibt manchmal viele Sekunden einfach still. Bären, Elefanten, eine Schlange, ein Panther... Ich könnte Stunden lang zusehen, und man braucht auch eine ganze Stunde wenn man den ganzen Film sehen möchte. Es ist langsam, ohne action. Das Video war Teil der Art Basel 2017. Gut für: langsame Tage, um über Erwartungen nachzudenken, für Tierliebhaber.